Papierfabrik

 

Die deutsche Papierindustrie produziert an 18 Standorten in Deutschland ca. 1,4 Mio. Tonnen Hygienepapier und beliefert den Handel aktuell mit Europaletten. Hygienepapiere bilden hier eine Ausnahme, da der deutsche Einzelhandel die Belieferung der meisten Warengruppen auf Halbpalette umgestellt hat.

 

Im Zuge dieses Projektes sollte von neutraler Seite dargestellt werden, welche Auswirkungen eine mögliche Umstellung von Euro- auf Halbpaletten bei der Belieferung des Handels auf die Supply Chain der Hygienepapier-Produzenten hat.

Aufbauend auf der Erfassung der heutigen Logistikprozesse von beteiligten Projektpartnern sind geeignete Prozessvarianten einer Lieferkette für den Einsatz von Halbpaletten entwickelt worden. Auf Basis einer qualitativen Bewertung wurden zwei Prozessvarianten ausgewählt, für die eine detaillierte Bewertung der wirtschaftlichen Auswirkungen hinsichtlich des Investitionsbedarfs und Betriebskosten anhand eines Simulationsmodells erfolgte. Neben den Zusatzkosten für die Umsetzung wurden insbesondere die Kosten für den Betrieb der zukünftigen Logistik im Vergleich zur Ist-Situation ermittelt, mittels geeigneter Kennzahlen quantifiziert und zu einer Branchenbetrachtung aggregiert.

Über die wirtschaftlichen und qualitativen Folgen hinaus wurden die ökologischen Auswirkungen einer Umstellung auf Halbpaletten hinsichtlich einer potenziellen Zunahme des CO2-Ausstoßes bewertet.

Der Auftraggeber konnte die Erkenntnisse des Gutachtens in entsprechende Verhandlungen hinsichtlich einer möglichen Umstellung der Belieferung auf Halbpaletten einbauen und anfallende Mehraufwände gegenüber seinen Kunden argumentieren.